WBG-Projekte 2021

Baulanderschließung, Großsanierung und Neubau

In diesem Jahr steht die WBG vor einigen spannenden und schwierigen Projekten. Zum einen ist es das neue Wohngebiet „Alte Prettiner Straße“, welches nördlich der Leipziger Straße, angrenzend an den Soester Weg, entstehen soll. Da die Stadt nicht über die finanziellen Mittel verfügt, selbst als Bauherr aufzutreten und nicht unbedingt einen externen Investor beauftragen wollte, wurde die Variante ins Auge gefasst, dass die WBG Elsteraue die Baufläche von etwa sechs Hektar erwirbt, die Erschließung vornimmt und zum Teil auch selbst baut. „Nach vielen Überlegungen, Gesprächen und Absprachen ist diese Konstellation zustande gekommen“, so Bürgermeister Karsten Eule-Prütz. Die Wohnungsbaugesellschaft ist Erschließungsträger und übernimmt die Kosten für das gesamte Bauleitplanverfahren einschließlich der dafür geforderten verschiedenen Gutachten. Nötig wird auch die Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Herzberg, da die nördliche Fläche für die Landwirtschaft und als Grünfläche ausgewiesen ist.

Erst 2024 wird Bauland zur Verfügung stehen

Die Entscheidung für die Flächen nördlich und südlich der Leipziger Straße ist unter anderem deshalb gefallen, weil sie so gut wie nicht im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet liegen. Ein weiterer Grund für diese Flächen war das Ansinnen, die Stadtentwicklung Richtung Krankenhaus voranzutreiben. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan ist der erste Schritt für das Bauvorhaben. In der Regel dauert so ein Verfahren drei Jahre. Es wird also noch eine lange Zeit vergehen, bis mit dem Bauen begonnen werden kann. Mit dem neuen Wohngebiet will die Stadt aber rechtzeitig dafür sorgen, dass auch künftig Bauplätze für Bauwillige zur Verfügung stehen. Dafür sind intensive Vorbereitungen notwendig. „Solch ein großes Projekt haben wir noch nicht gemacht. Erst mal sind unzählige Gutachten notwendig. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert sehr gut, vor allem mit Stadtplanerin Janett Flemming. Wir sind ein gutes Team“, so die WBG-Geschäftsführerin. Sabine Endemann will die Stadtverordneten so schnell wie möglich von den weiteren Planungen überzeugen. Dann könnten Ende dieses Jahres die Ausschreibungen für den Tiefbau erfolgen.

Großprojekt in Falkenberg

Vor einer sehr anspruchsvollen Aufgabe steht die WBG Elsteraue in Falkenberg. Hier wurden bei einer Versteigerung im vergangenen Jahr fünf Häuser in der Friedrich-Engels-Straße erworben. „Wie ertüchtigt man einen fast kompletten Straßenzug? Das ist eine interessante Geschichte“, sagt Sabine Endemann. Gemeinsam mit einem Planungsteam, der Stadtverwaltung und vor allem dem Bürgermeister Stephan Bawey soll dafür in diesem Jahr ein Projekt entwickelt und ein Konzept erstellt werden. Im besten Fall könnte die Planung im Herbst vorliegen. „Vielleicht schaffen wir es noch, in diesem Jahr einen Bauantrag zu stellen“.

Neubau eines barrierefreien Mehrfamilienhauses im Herzberger Zentrum

Auf der Freifläche zwischen Nordpromenade und Mauerstraße errichtet die WBG ein barrierefreies Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen. Nach der Winterpause konnten die Arbeiten am jüngsten Bauprojekt wieder aufgenommen werden. Jetzt hat der Hochbau begonnen. Das Gebäude wird barrierefrei mit einem Aufzug errichtet und steht im Sanierungsgebiet. „Die Auflagen sind hier etwas höher, aber barrierefreie Wohnungen im Herzberger Zentrum sind sehr gefragt“. Auch bei diesem Projekt setzt die WBG auf umweltfreundliche Lösungen wie moderne Solaranlagen. „Im Sanierungsgebiet müssen diese aber möglichst unsichtbar sein“.