WBG-Gebäude nun ohne Stromverbrauch

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt 30.000 Watt

Gut erreichbare Parkflächen, ein barrierefreier Eingangsbereich und freundlichere Räume erwarten die WBG-Mieter und Interessenten nun im fertig sanierten Firmengebäude. Man muss sich beim Betreten aber völlig neu orientieren, denn durch den Anbau wirkt alles anders, obwohl die Mitarbeiterbüros nicht verändert wurden und sich an der gleichen Stelle befinden. Gut, dass es nun einen Empfangsbereich gibt, an dem Karina Schröder alles klären kann, denn auch die Kundengespräche finden in einem der neuen Räume statt. Mit mehr Ruhe, mehr Privatsphäre und mit mehr Abstand. „Das Suchen auf den Gängen nach dem richtigen Ansprechpartner ist damit vorbei“, sagt lachend WBG-Geschäftsführerin Sabine Endemann dazu. „Und die Beratungssituation für unsere Mieter und Interessenten ist auf Grund des Abstandes, auch gesünder geworden“. Bei der Sanierung des in den sechziger Jahren errichteten Gebäudes haben auch moderne Fenster, Sanitäranlagen und Fußböden Einzug gehalten. Mit der Heizungserneuerung kam auch eine Klimaanlage hinzu.

Es ist ein ganz neues Raumgefühl

Ein nicht zu sehendes Highlight ist die ist auf den Dächern der WBG-Zentrale errichtete 150 Quadratmeter große Photovoltaikanlage. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 30.000 W ist bereits im vierten Quartal 2020 in Betrieb gegangen. Sie erzeugt den gesamten Strom, auch für die Klima- anlage und die beiden E-Ladepunkte, welche auch E-Bikes laden können. Seit dem 22. März verfügt die Herzberger Wohnungsbaugesellschaft auch über zwei Elektrofahrzeuge, die im Normalbetrieb eine Reichweite von 200 Kilometern haben und vom  VW-Autohaus Kühne geliefert wurden. Die beiden Flitzer fungieren gleichzeitig auch als Stromspeicher, vor allem am Wochenende, wenn Strom produziert und nicht verbraucht wird.

„Die eigene Stromproduktion, das Nutzen von Elektroautos und die komplette Umstellung auf energiesparende LED-Beleuchtung sind Bausteine un- seres aktuellen Energiekonzeptes. Wir sind so dem Thema nachhaltige Energienutzung ein ganzes Stück näher gekommen“, meint Sabine Endemann dazu. „Im zweiten Schritt werden wir unseren selbst produzierten Strom sowie unsere Ladesäulen auch der Öffentlichkeit zu Verfügung stellen. Da hier E-Bikes und E-Autos geladen werden können, würde es Sinn machen. Dafür sind aber noch einige Vorkehrungen zu treffen“. Verantwortlich für die Objektplanung war das planteam - Freie Architekten und Ingenieure Architekt Ulrich Weineck, für die Lichtplanung das Büro Maria Goldberg, für die Elektrotechnik das Ingenieurbüro für Elektrotechnik Henry Lischka und für die Planungen der Elektro- und Klimaanlage das Ingenieurbüro AHS.