Herzberg ist Modellstadt für das digitale Vereinsleben

Gefördertes Modellprojekt soll Vereine in Herzberg stärken

Vereine sind ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie ermöglichen sich einzubringen, Freizeit aktiver zu erleben und Gleichgesinnte zu treffen. Leider sinkt die Zahl der Vereine im Land und das auch schon vor der Pandemie. Ein Grund ist die thematische Ausrichtung, denn nicht jeder ist beispielsweise ein Feuerwehrmann. Der zweite Grund ist die oft schlechte Kommunikation, sowohl untereinander als auch öffentlichkeitswirksam. Das Vereinsleben in Herzberg zu zeigen, zu stärken sowie weitere Gründungen zu fördern, ist das Ziel der städtischen Initiative „Herzberg digital.verein.t“. Bis Ende 2022 sollen viele wichtige Themen des Vereinslebens digitalisiert werden und in der Herzberg-App zur Verfügung stehen.

Vereine werden nur wenig wahrgenommen

Hunderte Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in mehr als 80 Vereinen und Gruppierungen der unterschiedlichsten Art – vom Sportverein bis zur Selbsthilfegruppe. Was sie alle eint, ist die Arbeit im Ehrenamt, welches oft nur wenig wahrgenommen wird und keine Kommunikationsplattform hat. So möchte der Chorverein beispielsweise für seine Konzerte werben, der Tierschutzverein Vermittlungsanzeigen für Fundtiere posten oder der ASB neue Freiwillige für die Seniorenarbeit gewinnen. Eine passende App würde allen weiterhelfen.

Bundesweites Modellprojekt

Da viele Regionen das gleiche Problem haben und digitale Lösungen und Kompetenzen nicht wirklich vorhanden sind, hat sich die Stadt um eine Förderung bemüht. Im Vorfeld der Bewerbung wurde auch ermittelt, wie groß das Interesse der Vereine an dem Vorhaben ist. Da das Feedback überwiegend positiv war, konnte zusammen mit dem Verein Neuland 21 e.V., eine Fördermaßnahme im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung Heimat 2.0 akquiriert werden.

Bedingungen der Förderung

Im Rahmen der Förderung muss Herzberg das Projekt wissenschaftlich begleiten und sehr tiefgründig erarbeiten lassen. Im Ergebnis sollen weitere Städte diese Software ohne großen Anlauf sofort einsetzen können. Dazu zählen auch eine gezielte Bedarfsermittlung und eine aktive Einbindung der Vereine via Workshops. Weiterhin muss die entwickelte Softwarelösung als „Open-Source-Lösung“ vorliegen, was bedeutet, dass andere Entwickler die Lösung kostenlos nutzen, anpassen und weiterentwickeln können. Am Ende muss eine Zusammenfassung der Erfahrungen in einem Praxisleitfaden zur Bereitstellung für andere Kommunen erstellt werden.

Weitere Infos erhalten Sie bei:

Stadt Herzberg (Elster) – Projektleitung Frau Stephanie Kuntze
Tel.: 03535 482-210 od. 0173 7851173 E-Mail: kuntze@stadt-herzberg.de

Neuland 21 e.V. – Kooperationspartner & Projektleitung Frau Laura Heym
E-Mail: laura.heym@neuland21.de https://neuland21.de

St.adtlabor – Projektmitarbeit/Anlaufstelle vor Ort Frau Susann Nitzsche
Mobil: 0171 7640349
E-Mail: susann.nitzsche@neuland21.de

Weiterbildungsangebote zum Thema:

11.11.2021 - 17 bis 19 Uhr

Homepage fürs Ehrenamt; online

Petra Rollfing, Digitale Nachbarschaft;

15.12.2021 - 17 bis 20 Uhr

Mitgliedergewinnung fürs Ehrenamt; online

Interaktiver Workshop

20.01.2022 - 17 bis 20 Uhr,

Sicher im Netz fürs Ehrenamt

Lyudmila Vaseva, Software-Kooperative ctrl.alt.coop

09.02.2022 - 18 bis 20 Uhr

Social Media fürs Ehrenamt

Jan Witza, Evangelischen Akademie

08.03.2022 - ab 20 Uhr

Female digital night

Zum Internationalen Frauentag öffnet das St.adtlabor spannenden Rednerinnen seine Pforten