Finanzierung des Tierheims Elbe-Elster ist gesichert

Crowdfunding-Kampagne brachte 127.947 Euro und die Sparkasse verdoppelt

Es war ein bislang selten genutzter Weg um ans Ziel zu kommen, welche die Tierhilfe Südbrandenburg e.V. zur Finanzierung des Tierheimbaues genutzt hatte. Mittels Crowdfunding, zu deutsch Gruppenfinanzierung, sind von 1024 Unterstützern über drei Monate hinweg ganze 127.947 EUR eingesammelt worden. Diese Summe welche über die Webseite www.99funken.de in Kooperation mit den regionalen Sparkassen eingeworben wurde, wird nun von der Sparkasse Elbe-Elster verdoppelt, so dass die Kampagne insgesamt gut 250.000 EUR eingebracht hat. Auch die WBG Elsteraue war mit 3000 EUR an dieser Aktion beteiligt.

Noch Mitte September waren es 7.670 EUR

Die Kampagne lief am 13.August 2020 an und noch Mitte September standen nur 7.670 EUR zu Buche. Das Ziel hieß aber 100.000 EUR und ohne diese Summe, hätte die Sparkasse nicht verdoppelt und das Tierheim auch nicht gebaut werden können. Die Spenden wären einfach an die Spender zurücküberwiesen worden. Eine engagierte Medienaktion mittels Facebook, Instagram, Flyern und auch einem Beitrag im RBB brachte dann die Wende.

Am Anfang gab es viele Zweifler
Rückblickend meint Vereinsvorsitzende Ilona Bonhoff dazu “Es gab am Anfang viele die an dem Erfolg der Kampagne gezweifelt haben und natürlich sind 120 000 EUR eine recht sportliche Summe. Aber der Verein hatte daran geglaubt, die Sparkasse hatte daran geglaubt und auch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski war sich sicher, dass es klappen wird. Der Landrat hatte Ihr auch in seiner Position als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Elbe-Elster, empfohlen das Projekt dem Sparkassendirektor Jürgen Riecke vorzustellen, der sich auch dafür begeistern konnte.

Zwischen Falkenberg und Übigau

Mit dem Landkreis gilt es nun auch alles weitere auf den Weg zu bringen, denn ohne das Grundstück belaufen sich die Gesamtkosten auf 450.000 EUR. Die entsprechende Anschlussfinanzierung sollte im kommenden Jahr zur Verfügung stehen und im Haushalt eingestellt werden, sodass im Jahr 2021 begonnen werden kann. Ein 22000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Falkenberg und Übigau, für das es bereits eine gültige Bauvoranfrage gibt, steht kurz vor dem Kauf.

Verein mit 19 Pflegestellen im Landkreis
Hinter dem Projekt "Tierheim" stehen mehr als 170 Mitglieder der Tierhilfe Südbrandenburg e. V., die allesamt tierliebende Menschen sind und sich für Tiere in Not einsetzen. „Aktuell arbeitet der Verein mit 19 Pflegestellen im Landkreis“ so Vereinsvorsitzende Ilona Bonhoff.
„Diese Pflegestellen befinden sich ausschließlich auf den privaten Grundstücken der Vereinsmitglieder und die Anzahl der Tiere in Not wächst ständig wie auch die Kosten. In 2019 waren es noch 38.000 EUR, in diesem Jahr sind es bereits 60.000 EUR, welche für Grundversorgung, Tierarztkosten und Pflege der Tiere aufgebracht werden mussten. Alles ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden! Zudem werden die Vereinsmitglieder 7 Tage die Woche rund um die Uhr gefordert und alle haben auch einen Job. Das Tierheim kommt nun zur richtigen Zeit“.

Streicheln mit dem Schaf Ole
Ein Grund des Crowdfunding-Erfolges war auch die vielen kreativen Leistungen, die quasi als Gegenwert zu den Spenden ausgegeben wurden. „Spaziergänge mit dem Hund, Streicheln mit dem Schaf Ole, ein Jahr kostenfreie Mitgliedschaft, Spendensteine, Einladungen zur Einweihungsparty und sogar Tickets für einen Zoobesuch in Dresden waren der Gegenwert zur Spende, den wir angeboten haben. Alle Vereinsmitglieder haben sich richtig Mühe gegeben“ meint Ilona Bonhoff schmunzelt dazu.

Wir hoffen das nun alles weitere klappt und wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können wir Ihnen dazu die Facebookseite des Verein www.facebook.com/TierhilfeSuedbrandenburg empfehlen.

Zeugnis Herzberger Geschichte

Beide Gebäude sind mit der Entwicklung des heutigen Herzberger Industriegebietes Ost eng verbunden. In den Jahren 1892/93 hatte der aus Dresden stammende Alwin Nieske das Gelände erworben und die „Chemische Fabrik Alwin Nieske GmbH Berlin“ aufgebaut, die um 1900 etwa 110 Arbeiter beschäftigte. 1902 wurde dann der Klinkerbau als ein zweigeschossiges Laborations- und Wohngebäude errichtet. Zwar ist das genaue Baujahr nicht bekannt, aber auch die Villa muss zu dieser Zeit errichtet worden sein. Die Ausstattung war mit Deckenmalereien, Stuckaturen und opulenten Kachelöfen ungewöhnlich hochwertig. Mit dem gegenüberliegenden Hauptgebäude der einstigen Chemiefabrik bildet sie ein wichtiges Zeugnis Herzberger Geschichte.