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Eigener Strom & sonniger Treibstoff

WBG plant klimaneutrale Energie- und Treibstoffproduktion

Wer Großes vorhat, besitzt in der Regel auch große Dachflächen – und genau diese Gesetzmäßigkeit gilt auch für die WBG Elsteraue, die bei der Sanierung des Firmengebäudes dabei ist, das Unternehmen als solches für die Zukunft zu rüsten. Sowohl die Stromerzeugung für den Firmensitz als auch die „Betankung“ der Dienstwagen sollen zukünftig klimaneutral erfolgen. 

Während in Zeiten höherer EEG-Förderung (einer staatlich garantierten Vergütung pro Kilowattstunde über 20 Jahre) insbesondere die Einspeisung ins öffentliche Netz im Vordergrund stand, liegen heutzutage vernetzte Energiekonzepte im Trend. So ist auf den Dächern der WBG-Zentrale eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 30 kW geplant, welche im 3.Quartal 2020 in Betrieb gehen soll. Sie soll den gesamten Strom auch für die neu geplante Klimaanlage erzeugen und eventuell zwei Ladepunkte für die eigene Firmenflotte versorgen.

Praxistest entscheidet ob die Ladesäule kommt

Momentan läuft die Umsetzung der neuen Elektroinstallation und der erste Bauabschnitt für den neuen Gebäudeteil. Die Photovoltaik-Anlage ist momentan noch in der Planungsphase, da die genauen Berechnungen noch nicht möglich sind. Die im Zuge der Sanierung geplante Klimatisierung der Räume durch selbst produzierten Strom passt perfekt zur Sonnenleistung. „Wenn die Sonnen am meisten scheint, muss die Klimaanlage am stärksten arbeiten. Das passt so sehr gut.“ erklärt uns WBG-Geschäftsführerin Sabine Endemann. „Nur ob dann noch genügend Strom für eine Ladesäule übrig bleibt, wird der Praxistest im nächsten Jahr zeigen. Erst wenn wir sicher sind, wollen wir dort auch investieren. Denn neben der geplanten Ladesäule mit zwei Ladepunkten wollen wir auch zwei elektrische Firmenwagen anschaffen. Darum sind die momentanen Leasingverträge bewußt kurz gehalten worden. Im hinteren Bereich des neu angelegten Außengeländes mit den schönen Parkplätzen sind zwei Flächen vorgesehen, an denen bereits die Kabel dafür liegen“.

Konsultation bei Professor Timo Leukefeld

In Vorbereitung des Projektes hat Sabine Endemann zusammen mit dem „E-Projektplaner“ Stefan Woigk vom Ingenieurbüro für Energietechnik kurz IBET, Professor Timo Leukefeld konsultiert. Leukefeld ist einer der führenden Spezialisten im Bereich der Autarkie und hat die real zu erwartenden Energiewerte im voraus berechnet. „Professor Timo Leukefeld geht dabei weit über die standardmäßige ENEV-Berechnung hinaus und bedenkt beispielsweise auch die Verschattungen am Standort und simuliert in Echtzeit die mögliche Jahresbilanz. Er hat auch Energiespeicher empfohlen, die eben auch E-Autos sein können, denn eigentliche Speicher sind in Bezug auf ihre Möglichkeiten noch sehr teuer. Das mit den E-Autos könnte aber klappen. Einen eigenen, sonnigen Treibstoff zu erzeugen, der zudem noch günstig ist, wäre eine perfekte Möglichkeit. Und gerade am Wochenende wenn unser Energieverbrauch im Unternehmen niedrig ist, könnten die Autos quasi als „Energiespeicher“ fungieren. Ob es dann so sein wird, werden wir bald wissen“.